Thursday, 11 September 2014

Deutsche Gedichte – Eine Anthologie – Herausgegeben von Dietrich Bode 2010

“Annchen von Tharau, mein Licht, mein Sonn,
Mein Leben schließ’ ich um deines herum” (Aus em Königsberger Dichterkreis, Bode, 2010, p.60).

“Und frische Nahrung, neues Blut
Saug ich aus freier Welt;” (Auf dem See, Goethe, Bode, 2010, p.112).



“Was unterscheidet
Götter von Menschen?
Daß viele Wellen
Vor jenen wandeln,
Ein ewiger Strom:
Uns hebt die Welle,
Verschlingt die Welle,
Und wir versinken.” (Grenzen der Menschheit, Goethe, Bode, 2010, p.121).

 “Hoffnung
Doch solcher Grenze, solcher ehrnen Mauer
Höchst widerwärtige Pforte wird entriegelt,
Sie stehe nur mit alter Felsendauer!
Ein Wesen regt sich leicht und ungezügelt:
Aus Wolkendecke, Nebel, Regenschauer
Erhebt sie uns, mit ihr, durch sie beflügelt,
Ihr kennt sie wohl, sie schwärmt durch all Zonen;
Ein Flügelschlag – und hinter uns Äonen.” (Urworte. Orphisch., Goethe, Bode, 2010, p.126).

“Laue Luft kommt blau geflossen,
Frühling, Frühling sol les sein!” (Frische Fahrt, Joseph von Eichendorff, 2010, p.166).

“Denn der Natur alther notwend’ge Mächte,
Sie hassen, was sich freie Bahnen zieht,
Als vorenthalten ihrem ew’gen Rechte,
Und reißen’s lauernd in ihr Machtgebiet.

All, was du hältst, davon bist du gehalten.
Und wo du herrschst, bist du auch der Knecht.
Es sieht Genuß sich vom Bedarf gespalten,
Und eine Pflicht knüpft sich an jedes Recht.

Nur was du abweist, kann dir wieder comment.
Was du verschmähst, naht ewig schmeichelnd sich,
Und in dem Abschied vom Besitz genommen,
Erhältst du dir das einzig deine: Dich!” (Entsagung, Grillparzer, 2010, p.191).

“Süße Ruh’, süßer Taumel im Gras,
Von des Krautes Arom umhaucht,
Tiefe Flut, tief, tieftrunkne Flut,
Wenn die Wolk’ am Azure verraucht,
Wenn aufs müde, schwimmende Haupt
Süßes Lachen gauckelt herab,
Liebe Stimme säuselt, und träuft
Wie die Lindenblüt’ auf ein Grab.” (Im Grase, von Droste-Hülshoff; in Bode, 2010, p.223).

“Die Seele ruht von langer Sehnsucht aus,
Die eins vom anderen nicht mehr unterscheidet.” (Huch; in Bode, 2010, p.241).

“Es läuft der Frühlingswind
durch kalte Alleen,
Seltsame Dinge sind
In seinem Wehn.

Durch die glatten
kahlen Alleen
Treibt sein Wehen
Blasse Schatten.

Und den Duft
Den er gebracht,
Von wo er gekommen
Seit gestern nacht.” (Vorfrühling, von Hofmannsthal; in Bode, 2010, p.241).

“… ich verging von seinem
stärkeren Dasein. Denn das Schöne ist nichts
als des Schrecklichen Anfang, den wir noch gerade ertragen,
und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht,
uns zu zerstören.” (Duineser Elegien, Rilke; in Bode, 2010, p.283).

“… es bleibt uns die Straße von gestern
und das verzogene Treusein einer Gewohnheit
der es bei uns gefiel, und so bleibt sie und ging nicht.” (Duineser Elegien, Rilke; in Bode, 2010, p.283).

“Freilich ist es seltsam, die Erde nicht mehr zu bewohnen,
Kaum erlernte Gebräuche nicht mehr zu üben.
(…)
Seltsam, die Wünsche nicht weiterzuwünschen. Seltsam,
alles, was sich bezog, so lose im Raume
flattern zu sehen. Und das Totsein ist mühsam
und voller Nachholn, daß man allmählich ein wenig
Ewigkeit spurt. – Aber Lebendige machen
Alle den Fehler, daß sie zu stark unterscheiden.” (Duineser Elegien, Rilke; in Bode, 2010, p.286).

“Wandelt sich rasch auch die Welt
wie Wolkengestalten,
alles Vollendete fällt
heim zum Uralten.” (Die Sonette an Orpheus, Rilke; in Bode, 2010, p.286).

“ach, vergeblich das Fahren!
Spät erst erfahren sie sich:
Bleiben und stille bewahren
Das sich umgrenzende Ich.” (Reisen, Benn; in Bode, 2010, p.311).

“Durch so viele Formen geschritten
durch Ich und Wir und Du
doch alles blieb erlitten
durch die ewige Frage: wozu?

Das ist eine Kinderfrage
Dir wurde erst spät bewußt,
Es gibt nur eines: ertrage
- ob Sinn, ob Sucht, ob Sage –
dein fernbestimmtes: Du mußt.

Ob Rosen, ob Schnee, ob Meere,
Was alles erblühte, verblich,
Es gibt nur zwei Dinge: die Leere
Und das gezeichnete Ich.” (Nur zwei Dinge, Benn; in Bode, 2010, p.311).

“Auf dem siebenten Berge war kein Haus
Und mein Bruder sagte, steigt aus.
Da wurden sie alle traurig
Und ließen die Luftballons los
Und das lieblichste übergab sich
Gerade in seinen Schoß.

“Sie gingen eins hierhin, eins dorthin
Die kleinen Fäuste geballt
Und wir hörten sie noch von ferne
Trotzig singen im Wald.” (Die Kinder dieser Welt, Kaschnitz; in Bode, 2010, p.340).

“Nun endlich, ganz zuletzt, auch dies begreifen:
Daß es ein Ganzes ist, dies: da zu sein.
Vorbei die Angst des Werks, die Lebensgeißel,
- Sag: Schreibtisch, Satzbau, Gleichnis und Gedicht,
Geschichte, Szene – sag, ich will, ich muß –
Nur noch: ich bin. Ich bin wie dieses Land.
Ein endlich Ding, doch voll Unendlichkeit.” (Olevano, Blick auf Latium, Goes; in Bode, 2010, p.348).

“Der Tag steigt auf mit großer Kraft
schlägt durch die Wolken seine Klauen.
(…)
… Wie eine Meuterei

bricht das Glück, wie ein Löwe aus.” (Utopia, Enzensberger; in Bode, 2010, p.364).

Sunday, 13 July 2014

D&AD The Commercials Book 1997


The book is about “directors whose first loyalty is to the film medium rather than the client and product.” (Simonds-Gooding in D&AD, 1997, p.6).



“As Orson Welles once put it, “a director is one who precides over accidents.”” (Simonds-Gooding in D&AD, 1997, p.6).

Commericals as well as feature film directors: “Both are in the seduction business. Both are looking to create visual images that steal up on you quietly, subtly winning you over, shifting your attitudes and working away at your emotions.” (Puttnam in D&AD, 1997, p.9).

“A great thing about animation is that audiences know that every tiny detail is hand-crafted, that nothing happens by chance or accident. This helps us enormously because it means that people are that much more attuned to picking up detail than they might be when they watch live action.” (Aardman in D&AD, 1997, p.10).

“Why do painters paint and paint and paint and end up killing themselves? Because they never do anything they genuinely love. They just keep going and keep trying and that’s the way I work.” (Aardman in D&AD, 1997, p.17).

“’The irony is that the whole thing is a psychological game. A game that tries to capture a piece of the consumer’s mind evoking feelings for the clients ad products we advertise.” (Ng in D&AD, 1997, p.100).

“I am never attracted to the ads themselves. I’m attracted to the game. I enjoy the mind game we play with ads. Trying to understand how the consumer’s mind works is the secret.” (Ng in D&AD, 1997, p.100).

“Advertising is art with a motive.” (Ng in D&AD, 1997, p.101).

“I’m often asked why I only do funny spots.
For me humour has a way of keeping things in proportion; it’s not creating this thing where one’s saying “hey buy our toothpaste, perfume, shoes, whatever; you’ll be more popular, happier richer, and life will be more meaningful.” I know this stuff sells but it’s always made me squirm,.” (Sedelmaier in D&AD, 1997, p.116).

“There are no gags in my spots. The humour comes from characters who are either trying to keep their cool in a crazy situation, or in denial that they’re even in a crazy situation.” (Sedelmaier in D&AD, 1997, p.117).

“I’ve heard people in the business say, “look, it’s just a commercial.” I think, whatever takes up your day you damn well better get some satisfaction out of it – or you’re just another putz.” (Sedelmaier in D&AD, 1997, p.117).


“I know it’s a cliché, but it’s like when Picasso was asked how he dared to charge so much money for a painting that only took 30 minutes. He answered that it actually took hi 45 years and 30 minutes. (…) You’re paying for a whole life.” (Tarsem in D&AD, 1997, p.117).

Tuesday, 8 July 2014

William Shakespeare – King Henry The Sixth Part 1


I started to read the complete works of Shakespeare – and why wouldn’t I? But it’s a long way to go.



“Glory is like a circle in the water,
which never ceaseth to enlarge itself,
Till, by broad spreading, it disperse to naught.
With Henry’s death the English circle ends;
Dispersed are the glories it included.” (Shakespeare, p.4).

“Is this the Talbot, so much fear’d abroad,
That with his name the mothers still their babes?” (Shakespeare, p.9).

“This late dissension grown betwixt the peers,
Burns under feigned ashes of forged love,
And will at last break out into a flame.” (Shakespeare, p.15).